Samstag, 7. Februar 2015

Blaubeeren wohin das Auge reicht

Blaubeeren sind doch schon was schönes. Aber nach vier Wochen habe sie dann doch ihren Charme verloren und es fällt schwerer jeden Tag davon zu naschen. Ja, das ist schon hart.

Neben dem Blaubeeren naschen besteht mein Job darin, die von der Erntemaschine gesammelten Blaubeeren mit meinem Traktor zu Wetline zu transportieren und abzuladen. Und das ist es auch schon. Ziemlich simpel.

Und dann geht das ganze von vorne los. Man muss nur aufpassen, dass man keinen der bis zu vier Anhänger verliert. Mittlerweile habe och auch gelernt, dass es keine gute Idee ist mit vier Anhängern einen Berg runter zu fahren....

Da ich aber ziemlich zum Ende der Erntezeit angefangen habe kommt es schon mal vor, dass die Maschine zwei Reihen mehr machen muss als normal. Das heißt für mich bezahlte Wartezeit in der Sonne bei guter Musik.

Nur an das frühe aufstehen um 04:30 konnte ich mich nicht gewöhnen.

Aber das wurde jetzt auch umgestellt. Statt 4 Tagen die Woche 12 h arbeite ich jetzt 5 mal neun Stunden.

Aber selbst zwölf Stunden vergehen wie im Flug, wenn man die richtigen Kollegen um sich herum hat. Z.b. wenn man den Scheibenwischer der 300$ Schrottautos, die wir benutzen dürfen von Hand durch das offene Fenster betätigen muss, um etwas zu sehen.

Und wieder einmal hatte ich Glück bei dem Firma für die ich arbeite. Sehr sozial und Mitarbeiter freundlich. Es gab sogar kürzlich einen End of season BBQ beim Chef mit pool und jeder Menge gutem Essen.

Es ist schon erstaunlich, dass gerade die Leute, die den Mindestlohn verdienen alles andere als geizig Bier, Wein, Essen und Dessert mitbringen.

Viele junge Menschen, auch ein paar ältere trafen da also zusammen und man war überrascht, wie anders man doch ohne die Arbeitskleidung mit den lila Hauben, Gummistiefeln und Jogginghosen aussehen. Deutschland, Frankreich, Belgien, Tschechien, Uruguay und Neuseeland waren vertreten.

Wobei ich zugeben muss dass ich mich mit meinem Französisch etwas blamiert habe. Solange ist das Schulen de doch auch noch nicht her. Naja dann üb ich den nächsten Wochen halt einfach weiter. Da müssen die Franzosen einfach durch. Und ganz ehrlich: deren englisch ist ja auch eher kryptisch zu verstehen.

In meiner Freizeit war es mal wieder Zeit zum Tennis spielen. Und zwar im strömenden Regen. Auch an den Strand habe ich es nochmal geschafft.


Den letzten Freitag war Waitangi day, also der Jahrestag der Unterzeichnung von Verträgen zwischen Maori und europäischen Siedlern. Mit Debbie bin ich darum ins Museum, wo Gedichte vorgetragen wurden und Musik gemacht wurde. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch die Direktorin kennen gelernt, die vor 12 Jahren von Deutschland hier herkam. 

Danach wollten wir noch auf ein weiteres Event mit Musik, das wir im Internet gesehen haben, aber an der Location war nichts zu finden. Zurück zuhause haben wir herausgefunden, dass es zwar der richtige Tag dafür war, dass Event allerdings in 2010, also vor 5 Jahren dort stattgefunden hat. Wir waren also ein wenig spät dran dafür.


Also nach wie vor alles schick hier. Und schon bald werde ich meine Sesshaftigkeit aufgeben, Hamilton verlassen und den Rest des Landes bereisen.

Kuhherde überquert den Weg zur Arbeit

Und das ist der Vorteil, wenn man um 06:00 anfängt. jeden Morgen einen Sonnenaufgang.

Das ist das gute Stück in sportlichem orange

Die Erntemaschine

Die Anhänger, die sich ab und zu vom Traktor verabschieden

Eines der Autos. Beidem funktioniert der Scheibenwischer sogar. Dafür hat das gute Stück nur 2 Gänge übrig.

Wochenende am Strand.

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