Dienstag, 20. Januar 2015

Vom Audifahrer zum Traktorfahrer

Und schon wieder ist es an der Zeit, das in den letzten Wochen erlebte zusammenzufassen, bevor.
Das neue Jahr ist zwar noch sehr jung, aber trotzdem kann ich schon jetzt wieder auf viele tolle Erlebnisse zurückblicken. Und dazu gehören auch Kleinigkeiten, wie zum Beispiel der glückliche Zufall ein Haar im Müsli gefunden zu haben. Das hat mi nämlich einen 10$ Einkaufgutschein beschert, den ich in noch mehr Müsli investiert habe. Allerdings erfolglos - keine weiteren Haare. Schade.
Gut ist es allerdings, das ich meinen Tandemsprung schon im letzten Jahr gemacht habe. Es ist doch tatsächlich eines der Flugzeuge der Kunkurrenzfirma in Taupo in den See abgestürzt. Zum Glück ist aber niemand verletzt worden, da ja alle einen Fallschirm dabei hatten. Ich hatte mich ja gleich gegen diese Firma entschieden (die haben pinke Flugzeuge - das kann ja nicht gut gehen!).
Und tatsächlich habe ich es geschafft Tennis zu spielen mit einem Freund einer Mitbewohnerin. Ich dachte ich müsste in meiner Neuseelandzeit vollkommen auf Entzug leben, aber Glück gehabt.

Dann gab es noch einen neuen Kollegen auf der Arbeit. A propos Arbeit. Meine zweit letzte Woche war schon angebrochen. Kaum zu glauben wie schnell das alles verging.
Das hieß, dass viele Dinge ein letztes Mal (vermutlich in meinem Leben passiert sind).
Das letzte Mal zum Frühstücks Morning Meeting, das letzte mal eine Werbeseite für die Zeitung kreieren, das letzte mal ein Auto Fotografieren und Hochladen, das letzte Mal ein Nummernschild anschrauben,...  

Das erste Mal in meinem Leben hingegen habe ich einen Strafzettel für sage und schreibe 6 km/h zu schnell bekommen. Jaja da sind die Neuseeländer wieder ganz schön akkurat.

An meinem zweitletzten Wochenende hat mich mein Kollege Michael zu seinem Bruder, der dort ein weiteres Autohaus der Gruppe leitet nach Taupo (da wo das Flugzeug abgestürzt ist) eingeladen. Direkt nach der Arbeit ging es los und noch am selben Abend saßen wir mit Fish and Chips in seinem Boot und sind in guter Hoffnung auf den ein oder anderen Fisch aufgebrochen auf den See, der so groß ist wie ganz Singapur.

Wir haben uns gravierte Maori Felsen angeschaut, haben gebadet, nur einen Fisch haben wir im ganzen See nicht auftreiben können. Macht aber Überhaupt nichts. Wann kommt man schonmal dazu auf einem Boot umgeben von wunderschöner Natur umher zu cruisen.

Nachdem wir bei ihm in Taupo übernachtet haben sind ich und Michael etwa eine Stunde weiter Richtung Osten nach Napier gefahren um dort ein Auto abzuholen, was später dann verkauft werden soll. Nach einer kleinen Sightseeingtour (er hat dort einige Jahre gewohnt und kennt sich daher gut aus) ging es zurück nach Taupo zum baden und dann für mich am Abend mit einem Weinkühlschrang im Kofferraum zurück nach Hamilton. Da der Kühlschrang nur mit ein paar Socken befestigt war, brauchte er in den Kurven ein wenig Führsorge durch mein Festhalten.
Der Kühlschrank war natürlich nicht für mich sondern für Michael und deshalb tauschten wir am nächsten Tag Autos.
Als Resultat endete ich mit einem VW Amarok, also einem Pickup. Perfekt um Fahrräder zu laden. Und diesmal hatte ich sogar mehr als ein paar Socken zur Ladungssicherung.

Das Ziel war eine Radtour am Waikato River, dem größten Fluss Neuseelands, die mich zusammen mit Debbie rund 20 km am Ufer entlang führte.

Und dieses gelungene Wochenende sollte auch schon die letzte Arbeitswoche meiner dreimonatigen Praktikumszeit einleiten.

Ein bisschen traurig war ich ja schon als ich am letzten Tag nach Hause gefahren bin. Es war einfach einer geniale Zeit mit tollen Kollegen, viel Spaß und zahlreichen Dingen, an die ich mich mein ganzes Leben erinnern werde. Das einzige was ich nicht vermissen werde ist das Hemden bügeln...

Verständlicherweise habe ich mich natürlich auch gefragt, wie es jetzt weitergeht, sozusagen im zweiten Teil. Und nach zahlreichen Anrufen und E-Mails musste ich zunächst feststellen, dass Arbeit zumindest zurzeit ein knappes und viel nachgefragtes Gut ist.

Doch hatte ich Glück und an meinem letzten Tag eröffnete sich ein Job als Traktorfahrer auf einer Blaubeerenfarm, den ich seit Samstag ausübe.

Mehr dazu dann im nächsten Eintrag.

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