Nachdem alle Weihnachtsfeierlichkeiten überstanden waren und ich endlich Ferien hatte war es endlich an der Zeit für ein wenig Entspannung. Dafür war bislang trotz all der Strände und des Sonnenscheins noch nicht wirklich Zeit.
Also habe ich mich in meinem Ferienauto, einer sparsamen Passat Limousine auf nach Raglan gemacht, das nur 45 Minuten von Hamilton entfernt ist. Obwohl ich ja schon einmal, wie in einem vorherigen Eintrag berichtet in Rotorua war, musste ich noch einmal dort hin. Ich hatte nämlich fast alles verpasst, wofür Rotorua bekannt ist. Und das ist vor allem heißer Dampf, der ziemlich übel nach verfaulten Eiern riecht.
Der erste Stopp war daher das so genannte "Thermal Wonderland". Dort gibt es neben einem Geysir, der jeden Morgen pünktlich mit Waschpulver zum Ausbruch gebracht wird, giftgelbe Seen, dampfende Krater und blubbernde heiße Schlammgruben.
Anschließen noch kurz den berühmten Park besichtigen und dann ab in den Wald. Aber natürlich kein normaler Wald. Obwohl der normale Wald (Urwald) in Neuseeland schon ziemlich eindrucksvoll sein kann. Nein, die Rede ist von denn Redwoods, in denen riesige rote Bäume von hunderten Jahren zu finden sind. Nach dieser kleinen Wanderung war mir dann nach einer Abkühlung zu Mute, weshalb ich zu den blue and green Lakes gefahren bin. Die heißen so, weil einer grün und einer blau ist. Zum baden habe ich mich dann doch für den klassischen blauen entschieden. Man weiß ja nicht was in dem grünen alles so an Sachen drinnen ist.
Nach diesem sehr Sightseing geprägten und damit anstrengenden Tag und der Tatsache, dass langsam der Diesel ausging entschied ich mich den folgenden Sonntag entspannt zu Hause mit meinen Mitbewohnern zu verbringen eine Joggingrunde um den See und ein ein paar Besorgungen waren aber schon noch drin.
Also am nächsten Tag das Auto aufgetankt und auf nach Waihi. Das ist der Ort an dem dir braun gebrannten Hippies herkommen, mit denen ich u.a. Weihnachten gefeiert habe. Als ortskundige Begleiterin war Debbie wieder mit dabei. Auf dem Weg dorthin gibt es eine sehr schöne Gegend mit vielen Wanderwegen, von denen wir einen Rundgang machen wollten. Nach 2h laufen (einen km davon durch einen gruseligen alten Eisenbahntunnel) stellte sich aber raus, das der Rundweg eher ziemlich gerade ist als rund. Und weil es sehr heiß war und wir nicht vor hatten alles wieder zurück zum Auto zu laufen, entschieden wir uns dafür es per Anhalter zu versuchen. Und tatsächlich: Schon das vierte Auto hat angehalten und wie wurden zurück zum Auto kutschiert. Auf dem Weg nach Waihi Beach kommt man unweigerlich durch Waihi, einer ehemaligen Goldgräberstadt. Die Überbleibsel sind vor allem eine riesige Grube 50 Meter von der Innenstadt entfernt.
Zurück in Hamilton wurde uns außerdem gesagt, das wir an einem 10m hohen Gruben LKW vorbei gekommen seien müssten. Tatsächlich müssen wir dieses Gefährt aber übersehen haben.
Zurück in Hamilton wurde uns außerdem gesagt, das wir an einem 10m hohen Gruben LKW vorbei gekommen seien müssten. Tatsächlich müssen wir dieses Gefährt aber übersehen haben.
Vielleicht waren wir an diesem Sonnentag einfach schon zu sehr in Vorfreude auf den Strand. Und das wie sich herausstellte nicht zu Unrecht. Der weiße Sand und das dazu perfekt passende türkis blaue Wasser und dazu eine angemessene Anzahl an Menschen sind einfach immer eine gute Kombination. Wenn dann noch ausreichend Essen für ein Picknick am Strand dabei ist und genug Zeit zum schwimmen und Surfer beobachten ist, gibt es doch kaum etwas besseres. Statt aber nur auf der faulen Haut zu liegen beschlossen wir die nächste Bucht, die nur zu Fuß erreichbar ist zu erkunden und das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Noch ein bisschen schöner und noch ein bisschen weniger Menschen.
Auf dem Rückweg haben wir den zuvor versäumten Rundweg dann noch nachgeholt. Das konnten wir nun wirklich nicht auf uns sitzen lassen. Zum erfolgreichen Abschluss des Tages gab es zurück in Hamilton Pizza und Eis.
Nach diesem wieder einmal sehr gelungenen Tagesausflug ging es am nächsten Tag etwas ruhiger zu. Nur ein Besuch im Waikato Museum stand auf der Agenda.
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