Mittwoch, 31. Dezember 2014

Skydiving und Weihnachten

Zu meiner eigenen Überraschung hab ich doch tatsächlich 1,5 Wochen Ferien bekommen. Zugegeben sehr viel los ist in der Zeit von Ende Dezember bis Anfang Januar eh nicht. Jeder macht Ferien, entspannt am Strand oder verreist. Viele Autos werden also nicht gekauft.
Allerdings habe ich es verabsäumt, über das Wochenende vor den Ferien zu berichten. Da bin ich nämlich zum Lake Taupo, einem riesigen Krater, der jetzt ein See ist, gefahren. Die Fahrt dauerte etwa zwei Stunden, allerdings ohne irgendwann langweilig zu werden. Und natürlich habe ich mir auch wie es sich gehört alle bemerkenswerten Attraktionen angesehen. Dazu gehören die Huka Falls, die sich am besten als sehr viel, sehr schnelles Wasser in einer engen Gasse beschreiben lassen. Und das alles in einem sehr schönen türkis blau.

Dann ging es schnell weiter zu einem Staudamm, der nur alle zwei Stunden geöffnet wir und sehr spektakulär ist. Nachdem ich auf die Minute genau dort angekommen war konnte ich mich selbst von der verheerenden Kraft des Wassers überzeugen.
Zuvor hatte ich an der Touristeninformation zwei deutsche Backpacker getroffen, die von ihrem Skydive am Tag zuvor geschwärmt haben. Das und die Tatsache, dass statt dem von mir erwarteten Regen strahlender Sonnenschein herrschte, haben mich dazu gebracht selbst mal da anzurufen. Tatsächlich war das ziemlich spontan und nicht wirklich geplant, aber da ich ohnehin einen Skydive machen wollte, war es meine Chance.

Also rein ins Auto und los zum Flughafen.

Dort angekommen lief alles sehr entspannt. Mit mir sind noch zwei Franzosen, die die englische Einweisung nicht wirklich verstanden haben und ein Neuseeländer gesprungen. Nach etwa einer halben Stunde Vorbereitung ging es rein ins Flugzeug und auf 15.000 Fuß über den riesigen See. Allein der Flug war schon ein Highlight. 

Und dann ging es im freien Fall auch schon wieder zurück in Richtung Erdkruste. Der beste Moment ist meiner Meinung nach übrigens, wenn man gerade von der Kante des Flugzeugs abspringt und auf Geschwindigkeit kommt. Danach wir das Luft holen etwas schwierig und man hat einen riesigen Druck auf den Ohren, bis dann der Fallschirm aufgeht und man gleitet. Dabei kann man in schnellen Kurven auch nochmal so ein Glücksgefühl von Schwerelosigkeit bekommen. Ich muss sagen es ist nicht das schlechteste Hobby der Welt und die Instruktoren haben einen ziemlich genialen Job.

Nach diesem Highlight des Tages und vor der Rückfahrt wollte ich noch die craters of the moon sehen. Eine Art geothermale Zone mit riesigen Kratern und rauchenden Löchern im Boden. Ich war zwar bisher noch nicht auf dem Mond, aber so in etwa muss das dort auch sein.

Mein letzter Arbeitstag vor den Ferien war der 24., der hier aber nicht gefeiert wird. Und was für ein Auto fährt man an Weihnachten? Genau, ein rotes Cabriolet!

Damit ging es mit meiner Mitbewohnerin Debbie in die Kirche zum Weihnachtssingen. Ich hatte nämlich schon erahnt, dass es am nächsten Tag nicht wirklich besinnlich sein wird und damit lag ich auch ziemlich richtig. 

Zu Weihnachten wurde ich von meinem Chef Andrew eingeladen, seine Familien und ein deutsches Au Pair, das gerade zu Besuch ist, nach Auckland zu seinem Bruder mit zu kommen. Interessanterweise wohnt der nicht weit von dem wohl berühmtesten deutschen Hochstapler, Kim Dotcom, der eine maßstabsgetreue Porzellangiraffe auf seinem Privatgolfplatz hat. Aber das nur am Rande.

Auf jeden Fall wartete dort ein wohl typischer neuseeländischer Weihnachtstag auf uns.
Das heißt jede Menge Essen, sehr ungezwungene Atmosphäre, Jeder bringt ein paar Geschenke mit und dann wird einfach entspannt. Am Ende war es eine bunte Mischung aus braun gebrannten Hippi-Surfern von Waihi Beach, ein paar Chinesen, und eben zwei Deutschen, die Weihnachten eigentlich ganz anders kennen. 

Zum Abendessen sind wir zurück nach Hamilton gefahren und haben uns da von einem Freund der Familie bekochen lassen.
Am Ende hatte sogar ich einen ganzen Haufen Geschenke, die ich überhaupt nicht erwarte habe von Andrew, seinen Schwiegereltern und meinen Mitbewohnern. Ein T-Shirt, Flip-Flops, Schokolade und einiges mehr.

Wie ihr seht sind die Fotos leider nicht ganz in der richtigen Reihenfolge und nicht sehr schön angeordnet. Das hängt damit zusammen, dass ich diesen Blogeintrag von meinem Tablet aus schreibe und darauf keinen Einfluss habe :(.


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