Mittwoch, 3. Dezember 2014

Endlich wird es Sommer

Ich dachte, dass mir irgendwann in meiner Praktikantenzeit der Inhalt für neue Posts ausgeht, aber das ist definitiv nicht der Fall. Jede Woche gibt es etwas neues zu berichten. Diese Woche war die Woche des "One Day Sale".

Ein Event, bei dem aller Kunden der letzten Jahre eingeladen sind, um ein neues Auto zu kaufen. Das wurde auch in überraschend großer Zahl getan. Ich war vor allem für das Parken der Autos und die Versorgung mit Snacks und Kaffee zuständig und bin auch mit ein paar Kunden ins Gespräch gekommen. Insgesamt war ich fast zwölf Stunden dort und das letzte Auto wurde um 9 Uhr abends verkauft. Außerdem konnte ich an diesem Tag meine zweite Werbeseite in der Zeitung bewundern!

Und als ich dann zuhause angekommen war, stellte sich auch noch heraus, dass all das schöne Essen vom Catering (ich habe es alles probiert ;) ) von meinem Mitbewohner gezaubert wurde, der in dem entsprechenden Cafe arbeitet. 

Ansonsten sind als (für mich) bemerkenswerte Ereignisse festzuhalten, dass ich einen Audi S8 fahren konnte und ein schönes Cabriolet mit nach Hause nehmen durfte. Am Freitag gab es dann noch ein kurzes Briefing für mich, da ich mich in nächster Zeit mit der neue Website beschäftigen soll.

Das vergangen Wochenende war nicht nur durch gutes Wetter gesegnet, sondern auch sehr ereignisreich. Am Samstag ging es in Richtung Süden zu einer Höhle, in der eine Art leuchtende Glühwürmchen an der Decke leben. Es ist atemberaubend, wenn man bei totaler Stille im Boot unter ihnen durchfährt. 

Danach bin ich dann mehr oder weniger auf der Straße weitergefahren, ohne so recht zu wissen, wohin. Es stellte sich dann als einer der schönsten und kurvigsten Straßen heraus, auf der ich je gewesen bin. Neben dem Fluss machte ich kurz halt an einem Wasserfall. Die Straße endete in einem kleinen Dorf mit wundervollem Strand. Ich habe auf der ganzen Straße außer mir genau drei Menschen gesehen. Am Strand angekommen waren noch ein paar Angler unterwegs. Sonst musste ich mir den Blick nur mit den Schafen teilen, die mit Meerblick weiden (als Schaf hat man in Neuseeland wirklich kein schlechtes Leben). Ich bin ein wenig auf dem kochend heißen schwarzen Sand herumgeschlendert und habe einige schöne Muscheln gefunden. 

Die Nacht habe ich im Hause der Familie meines Chefs, bei der ich die erste Zeit gewohnt habe verbracht, da jemand auf den Hund aufpassen musste. Habe es sehr genossen, das ganze große Haus für mich zu haben

Den nächsten Tag, das Wetter nach wir vor hervorragend, bin ich mit Debbie, einer meiner Mitbewohnerinnen an die Ostküste aufgebrochen.
Schon der Weg dorthin, der über ein kleines Gebirge führt, ist den Trip wert. Nach eineinhalb Stunden waren wir dann in Mount Manganui angekommen. Es ist eine sehr moderne Stadt mit großen Hotels und vergleichsweise vielen Touristen. Der Name kommt von dem 400m hohen Hügel, der plötzlich am Ende der Landzunge aus dem Meer ragt. Und natürlich mussten wir da rauf. Das stellte sich als anstrengender als erwartet heraus und es war ziemlich heiß. Wir waren aber in guter Gesellschaft. Ein bärtiger Mann mit aufgesetztem Fahrradhelm erzählte uns, dass er uns vor einem Atomkrieg retten könnte und wir vor den von Jesus gesandten UFOs aufpassen müssten. 

All diese Strapazen waren es aber Wert, als wir dann oben ankamen. Ein wunderbarer 360 Grad Blick über das Meer, die Stadt, den Hafen, den Strand und die Inseln war die Belohnung.
Noch besser als der schwarze Sand der Westküste gefällt mir der weiße Sand mit dem türkisblauen Wasser der Ostküste, an dem wir anschließend ein wenig geschlendert sind. 

Auf dem Rückweg gab es noch einen Abstecher zum Fischmarkt, einem historischen Dorf, en kleines Picknick im Park und ein Stopp an einer heilenden Wasserquelle. Hab meine Wasserflasche voll aufgefüllt und mittlerweile getrunken. Unterschied zu vorher ist aber nicht festzustellen...

Am Montag war es dann meine Aufgabe einen Oldtimer Beetle umzuparken, da meine Kollegen der Meinung waren, dass ich als Deutscher wissen muss wie man so ein Teil fährt. Vorwärts hat das auch gut geklappt, nur den Rückwärtsgang habe ich nie finden können, sodass ich mich am Ende schieben lassen musste...

Bin schon sehr gespannt auf Weihnachten in kurzer Hose und mit Sonnenbrille am Pool...

So richtig in Stimmung bin ich bei 26 Grad und ohne Advendskranz noch nicht, aber mal schauen...

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