Oh Mann. Ich komme ja gar nicht mehr hinterher mit dem Schreiben. War ich vor weniger als zwei Wochen noch an der äußersten Spitze der Nordinsel, sitze ich jetzt in der Fähre, die mich jede Minute auf die Südinsel verfrachten wird.
In der Zwischenzeit habe ich mit Minni und Ualesi das Betonfundament für eine große Feuerstelle fertig gestellt.
Und es war nicht nur das Bauen selbst, sondern weil die beiden am liebsten spontan planen, war auch ein bisschen Konstruktionsarbeit gefragt. Schließlich soll das Wasser bei Regen ja auch abfließen.
Und es war nicht nur das Bauen selbst, sondern weil die beiden am liebsten spontan planen, war auch ein bisschen Konstruktionsarbeit gefragt. Schließlich soll das Wasser bei Regen ja auch abfließen.
In meiner freien Zeit habe ich unter anderem Toiletten fotografiert. Natürlich nicht irgendwelche, sondern die von Hundertwasser. Ich hätte trotzdem nicht gedacht, dass ich jemals Fotos von Toiletten machen würde, zumal die auch noch in Benutzung sind.
Einen Tag habe ich eine Segeltour in der Bay of ilsands gemacht. Und das war ein echter Glücksgriff. Statt eine teurere Tour mit zweihundert anderen Leuten und nur halb so lange dauert, habe ich eine Tour gefunden mit einem kanadischen Skipper, der auf diesem Boot 14 Jahre mit seiner Familie gelebt hat.
Wir sind an dem Tag zu einer einsamen Insel gefahren und sind dort mit Kayaks auf Erkundungstour gegangen. Nach dem lunch zurück auf dem Boot haben wir auf dem Rückweg sogar noch einen großen Schwarm Delfine gesehen.
Und wir konnten auf der ganzen Tour beim Segeln mithelfen.
Wir sind an dem Tag zu einer einsamen Insel gefahren und sind dort mit Kayaks auf Erkundungstour gegangen. Nach dem lunch zurück auf dem Boot haben wir auf dem Rückweg sogar noch einen großen Schwarm Delfine gesehen.
Und wir konnten auf der ganzen Tour beim Segeln mithelfen.
Die Hälfte der Mitfahrer kam übrigens mal wieder aus Deutschland. Insgesamt ist mir gerade im Norden die hohe Deutschenquote (negativ) aufgefallen.
Man reist ja nicht ans andere Ende der Welt um dann wieder bayrischen Dialekt anhören zu müssen...
An einem anderen Tag bin ich auf eine zweistündige Wanderung in Flipflops gegangen. Das musste ich einfach mal ausprobieren. Flipflops sind schließlich der Nationalfußuntersatz in Neuseeland.
Einmal haben wir an einem regnerischen Tag Tabak zubereit. Die getrockneten Blätter aus dem eigenen Garten gerollt und dann zerkleinert. Das Problem war nur, dass keiner von uns Raucher war und wir mit dem für viele so begehrten Rohstoff nicht wirklich etwas anfangen konnten.
Und das war dann auch schon der letzte Tag mit meinen beiden Hosts.
05:30 am nächsten Morgen war Aufbruch in Richtung Norden. Ja, ein bischen Land war selbst von dort aus noch übrig in Richtung Norden.
Ziel war eine Bustour in den hohen hohen Norden. Über den 90 mile beach, einen rund 55 ! Meilen langen befahrbaren Strand, Sandsurfen auf riesigen Dünen , 2 Stopps an verschieden Stränden und am Ende zum Cape Reinga, wo die beiden Ozeane aufeinander treffen und man sogar die zwei verschiedenen Farben erkennen kann.
In dieser Nacht habe ich auch zum ersten Mal seit ich hier in Neuseeland bin im Hostel übernachtet. Und es war gleichzeitig das beste, in dem ich jemals war.
Direkt am Strand eine alte, renovierte Villa mit modernen Bädern und super Ausstattung. Leider konnte ich nur eine Nacht bleiben, da ich am nächsten Tag schon wieder bei Owen, dem Milchbauern angemeldet war.
Bei der Gelegenheit habe ich auch endlich seine Eltern kennen gelernt, die bei meinem ersten Aufenthalt verreist waren.
Am nächsten Morgen, nachdem alle Kühe gemolken waren und ich noch einen Botanik -Schnellkurs von Owens Vater Randall bekommen hatte, machte ich mich auf nach Hamilton, wo ich 5 Tage bei Andrew übernachten konnte.
Ich hab mit dem Luftgewehr geschossen, mir Heißluftballons angeschaut, mir 7h lang das Cricketfinale zwischen Australien und Neuseeland angesehen. Und es hat sich noch nicht einmal gelohnt- Neuseeland hat verloren. Es tut mir Leid, aber die Begeisterung für Cricket ist noch nicht auf mich übergesprungen.
Ich habe mich mit Debbie, meiner ehemaligen Mitbewohnerin getroffen, die mir auch ein Osterpresent mit viel Schokolade geschenkt hat, das ich in diesem Augenblick verzehre. Es ist nämlich Ostersonntag gerade bei mir.
Auf meinem Weg Richtung Süden habe ich noch zwei Nächte in Turangi übernachtet, wo ich das Tongariro Alpine Crossing gemacht habe.
Und weil natürlich wie überall auch dort so viele Deutsche waren, haben wir zu fünft und mit drei Autos ein System eintwickelt, dass wir an jedem Ende des Tracks mindestens ein Auto hatten, sodass wir nicht auf Busse angewiesen waren.
Das Crossing selbst war spektakulär, vorbei an dampfenden Vulkanen und grün schillernden Seen. Man kam sich vor wie auf einem anderen Planeten.
Die letzten zwei Tage war ich in Wellington, einer der schöneren Städte in Neuseeland, dafür aber sehr überfüllt und kostenlose Parkplätze sucht man vergebens.
Und aus einer Mischung aus Neugierde und ausgebuchten Hostels habe ich zum ersten mal in meinem Auto übernachtet und mir danach vorgenommen das zukünftig zu vermeiden. Nicht sehr komfortabel.
Und jetzt bin ich wie gesagt gerade auf der Fähre nach Süden. Ich und ein ganzer Clan von Mini- Fahrern, die von der Nordspitze der Nordinsel zum südlichsten Punkt der Südinsel fahren und dabei Spendengelder sammeln.
Weitere Updates folgen hoffentlich bald. Schließlich geht es hier Schlag auf Schlag in Kiwiland.
Hundertwasser Toiletten
Land in Sicht!
Einsame Insel
Und das ganze fast ohne Benzin
Nicht gerade schüchtern diese Delfine
Eines der wenigen alten Häuser
Beton Fundament für die Feuerstelle
90mile beach
Zurück in Hamilton
Thanks Debbie!
Ich auf dem Mars (naja fast)
Damit gehts im Juni zurück nach Deutschland...
...naja fast
Wellington
Meine Fähre auf die Südinsel
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