Sonntag, 26. Oktober 2014

Die erste Woche und das Labour Day Weekend

So... 

Jetzt bin ich schon fast zwei Wochen hier in Neuseeland und die Zeit verging wie im Flug - im Gegensatz zu der Zeit auf dem echten Hinflug. Die letzte Woche bin ich auch endlich aktiv in das Arbeitsleben eingestiegen. Mein Arbeitsplatz ist nicht weit entfernt und sehr zentral in der Stadt gelegen. In der ersten Woche habe ich mich langsam eingearbeitet. Trotzdem gab es immer etwas zu tun für mich, sodass ich mich nicht langweilen musste. Es gibt viele verschiedene Computerprogramme für  unterschiedliche Zwecke. Ich habe Autos zu den diversen Veredlern gebracht (getönte Scheiben, neue Felgen,...). Ich habe Autos fotografiert, aufgetankt, umgeparkt, beschildert und ins Internet geladen. Nach den drei Monaten hier werde ich auf jeden Fall ein Experte im Parken sein. Der Hof ist für die vielen Autos nämlich relativ klein, sodass es eine echte Herausforderung wird wenn man ein komplett zugeparktes Auto in die Werkstatt bringen soll. Ich hatte aber auch schon den ein oder anderen Kundenkontakt. Bisher ein Deutscher und ein Koreaner, beide sehr nett. Noch netter sind die Kollegen, von denen es zahlreiche gibt. Die Arbeitsatmosphäre ist sehr locker und entspannt. Am Freitag wird nach Feierabend traditionell Bier getrunken und Chips gegessen. Es gibt nämlich eine kleine Küche hier, was sehr praktisch ist. Zum einen für den Smalltalk mit Kunden und zum anderen natürlich für uns selbst. 

Nach dieser gelungenen ersten Arbeitswoche war es dann Zeit für ein Wochenende - und zwar ein langes Wochenende - Labour Day. Das ist das erste lange Wochenende seit Monaten und vor allem das erste mit guten Temperaturen. Grund zum Ausflippen! Alle Neuseeländer strömen an die Strände zu ihren Ferienhäusern oder auf den Campingplatz. In Hamilton sind dann plötzlich alle Straßen wie leer gefegt. Und auch wir haben am Sonntag einen Ausflug unternommen. Andrew war nämlich erst am Samstag aus Deutschland zurückkehrt und redete fast nur noch über Schweinshaxen und Spätzle. Wir fuhren Richtung Raglan, ein kleiner Ort, der an der Westküste gelegen ist und vor allem Surfer und Alternative anlockt. Allein die Fahrt dorthin war ein echtes Schmuckstück. Die kurvige Straße führte vorbei an malerischen Weiden, die so grün sind, dass man sich besser eine Sonnenbrille aufsetzt. Kurz vor der Küste verwandelte sich die ohnehin schon sehr raue Straße in eine Schotterpiste, die direkt an der Küste vorbei führt. Die Schafe, die auf diesen Weiden leben haben wohl einen der schönsten Blicke die ein Schaf nur haben kann, vermutlich ohne das jemals wirklich wahrzunehmen. Andrew zeigte uns in den engen Kurven seine in Deutschland erlernten Driftfähigkeiten. Auch wenn der Audi Q7 sich dagegen zu wehren schien. Als wir dann einen besonders schönen Abschnitt gefunden hatten, gab es ein kurzes aber leckeres Picknick (es war ziemlich windig). Auf dem Rückweg ging es dann noch an einem wundervollen Wasserfall vorbei. Der kurze Fußweg führte uns durch den nativen Urwald Neuseelands. 

Zum krönenden Abschluss des Tages ging es dann noch zu Freunden zum Barbecue (Als echter Neuseeländer, habe ich schnell gelernt, braucht man einen mindesten zwei Meter breiten Grill). Es ist fantastisch, wie gastfreundlich und aufgeschlossen die Leute hier sind. Ich habe jetzt schon viele verschieden Leute kennengelernt und alle sind auf ihre Art sympathisch. Am Dienstag geht es dann weiter mit dem Alltagsleben und das Wetter wird immer besser. Bald ist wohl die Zeit gekommen den Pool zu testen.

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